LMS beteiligt an neuer Studie zur Wirtschaftlichkeit von Mehrwegtransportverpackungen

Veröffentlicht: 27.08.2026|

Seit dem 12. August gilt die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR – und damit gewinnt die Frage nach zukunftsfähigen Verpackungssystemen weiter an Bedeutung. Im Auftrag der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) haben das Fraunhofer IML und LMS untersucht, wie sich Einweg- und Mehrwegtransportverpackungen in der Obst- und Gemüselogistik wirtschaftlich unterscheiden.
Das Ergebnis: Mehrweg kann nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich überzeugen.

Bereits im Juni haben wir das Thema auf der Mehrwegkonferenz in Berlin diskutiert. Dort ist auch das Video entstanden, das wir hier zeigen. Zu diesem Zeitpunkt lief die Auswertung noch – inzwischen liegen die Ergebnisse vor.

Wirtschaftlichkeit entlang der gesamten Lieferkette betrachten
Warum beschäftigen wir uns bei LMS mit diesem Thema? Weil sich die Wirtschaftlichkeit eines Verpackungssystems nicht allein am Preis der Steige entscheidet. Relevant ist vielmehr das Zusammenspiel aus Verpackungskosten, Prozessen, Transporten und Auslastung entlang der gesamten Lieferkette. Betrachtet wurden fünf praxisnahe europäische Lieferketten: Äpfel aus Deutschland, Orangen aus Spanien, Trauben aus Italien, Pilze aus Polen und Tomaten aus den Niederlanden. Analysiert wurde jeweils der vollständige logistische Umlauf – von der Bereitstellung und Verpackung über Transporte und Prozesse in Zentrallager und Markt bis zur Entsorgung beziehungsweise Rückführung.

Mehrweg in vier von fünf Fällen wirtschaftlicher
In vier von fünf untersuchten Use Cases ist Mehrweg im Basisszenario wirtschaftlicher als Einweg. Über alle fünf Fälle hinweg liegt der durchschnittliche Kostenvorteil bei 11,6 Prozent. Besonders deutlich fällt der Unterschied bei Tomaten aus den Niederlanden und Äpfeln aus Deutschland aus: Hier verursacht Einweg 27,8 beziehungsweise 22,9 Prozent höhere Gesamtkosten. Lediglich bei Pilzen aus Polen liegt Einweg mit einem Kostenvorteil von 0,4 Prozent knapp vorn.

Eine pauschale Antwort gibt es dennoch nicht. Entscheidend sind die Rahmenbedingungen der jeweiligen Lieferkette – etwa Verpackungskosten, Transportdistanz, Auslastung und konkrete Prozessgestaltung. Genau hier liegen auch die Stellhebel für wirtschaftlich sinnvolle Lösungen.
Unter welchen Bedingungen rechnet sich Mehrweg – und welche Faktoren machen den Unterschied? Die fünf Use Cases in der Studie liefern dazu konkrete Antworten.

Interesse an der vollständigen Studie? Sprechen Sie uns an – wir vermitteln gerne den Kontakt zur Stiftung Initiative Mehrweg.