Häufige Fragen rund um die Logistikplanung

Ob Standortentscheidung, Lagerneubau, Transportkonzept oder Prämienlohnsystem: Viele Fragen begegnen uns in unseren Projekten für Handel, Industrie und Dienstleistung immer wieder. Die wichtigsten davon haben wir hier zusammengestellt – geordnet nach unseren Leistungsbereichen Strategie, Lagerplanung, Arbeitswirtschaft und Transportmanagement.

Die Antworten geben Ihnen einen ersten Überblick über unsere Vorgehensweise. Jede logistische Aufgabenstellung ist jedoch individuell. Wenn Ihre Frage hier offen bleibt oder Sie Ihre konkrete Situation besprechen möchten, sprechen Sie uns gerne direkt an.

Arbeitswirtschaft

Arbeitswirtschaft schafft Transparenz über Arbeitsinhalte, Prozessstrukturen und Zeitbedarfe. Mit Methoden wie Zeitstudien, Multimomentaufnahmen und Ablaufbeobachtungen entsteht eine verlässliche Datenbasis – etwa für Personalbedarfsplanung, Entlohnung, Softwareeinsatz und Technikunterstützung. Wir begleiten dabei nicht nur die Analyse, sondern auch Umsetzung und Erfolgskontrolle.

Jeder Prozess wird systematisch in Ablaufabschnitte gegliedert und mehrfach bei verschiedenen Mitarbeitenden gemessen. Dabei beurteilen wir auch den Leistungsgrad nach Intensität und Wirksamkeit. So lassen sich die gemessenen Zeiten auf eine realistische Dauerleistung normieren. Die Ergebnisse sind Grundlage für Normzeiten, Personalplanung und Prämienlohnmodelle.

Die Zeitstudie misst einzelne Prozesse sehr genau und liefert präzise Normzeiten. Die Multimomentaufnahme erfasst dagegen über zufällige Momentaufnahmen, womit viele Mitarbeitende über längere Zeit beschäftigt sind. Sie zeigt die Verteilung von wertschöpfenden Tätigkeiten, Rüst- und Leerzeiten und eignet sich besonders für Einsatz- und Schichtplanung sowie zur Kapazitätsverteilung.

Nein. Multimomentaufnahmen erfassen Tätigkeitsarten und Häufigkeiten – aufgeschlüsselt nach Zeitfenstern, Bereichen oder Mitarbeitendengruppen, aber ohne Bezug auf einzelne Personen. Die Analyse ist damit datenschutzkonform und liefert trotzdem ein valides Bild der tatsächlichen Auslastung.

Zuerst ist zu klären, was prämiert werden soll – Menge, Qualität oder Schnelligkeit – und welche Bereiche und Mitarbeitenden einbezogen werden. Außerdem müssen die benötigten Daten verfügbar und valide sein. Der Betriebsrat sollte frühzeitig eingebunden werden, spätestens wenn nach der Konzeptphase die Grundzüge des Systems feststehen. Für diese Abstimmung stellen wir ein Dokumentationspaket bereit.

Ja. Unsere Prämienlohnsoftware ist modular aufgebaut, mandantenfähig und lässt sich an unterschiedliche Lagerverwaltungs- und Zeiterfassungssysteme anschließen. Sie berechnet Soll- und Ist-Werte, verwaltet Prämientabellen und übergibt die Ergebnisse an die Entgeltabrechnung, zum Beispiel SAP HR. Eine rollenbasierte Nutzerverwaltung sorgt für Datenschutz und Nachvollziehbarkeit.

Am Ende steht eine priorisierte Maßnahmenliste mit konkreten Empfehlungen, Aufwandsabschätzung, erwarteter Wirkung und Zeitplan. Grundlage sind Ablaufbeobachtungen, Zeitstudien und Gespräche mit Mitarbeitenden. Dabei geht es nicht nur um Kosten, sondern auch um bessere Ergonomie, Motivation und stabilere Prozesse.